Vita



Mit einem selbstgebauten Puppentheater und dem Märchen "Hänsel und Gretel" fing damals alles an, denn da stand ein neunjähriger Junge als Hänsel zum ersten Mal auf der großen Theaterbühne, deren "Bretter", die für jeden Künstler die Welt bedeuten, ihn seitdem nicht mehr losließen.

Nach dem Abitur zog es ihn für praktische Theaterlehrjahre u.a. an den Friedrichstadtpalast nach Berlin. Anschließend begann er dann sein Studium an den Hochschulen für Musik und Theater Leipzig, Berlin und München, wo er erfolgreich eine klassische Ausbildung unter anderem in den Fächern Gesang (Tenor), Schauspiel, Tanz, Musik- und Theatergeschichte sowie Pädagogik absolvierte.

Verschiedene Regiepraktika führten ihn noch während dieser Zeit u.a. an die Seite von August Everding, Harry Kupfer, Ruth Berghaus und Einar Schleef.

Erste Engagements als nunmehr diplomierter Sänger und Schauspieler waren die Komische Oper Berlin, Städtebundtheater Hof und die Musikalische Komödie der Oper Leipzig.

Als freischaffender Künstler arbeitet er an zahlreichen Theatern und bei Festspielen im deutschsprachigen Raum und wirkt bei unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Mehrere Tourneen und Gastspiele führten ihn darüber hinaus u.a. nach Japan, Mexico und den USA.

An der Seite bekannter und beliebter Künstler von Theater, Film und Show stand er gemeinsam auf der Bühne, so z.B. mit den UFA-Stars Ilse Werner und Johannes Heesters, Bonita Glenn, Yehudi Menuhin, Waltraut Haas, Thomas Gottschalk, Ks. Heinz Zednik, Ks. Rainer Süß oder Friedrich Schoenfelder.

Neben seiner Haupttätigkeit als Sänger und Schauspieler ist er, ein echtes Multitalent, auch als Regisseur und Produzent, Textautor, Moderator, Komponist, Gesangspädagoge und Manager engagiert zu erleben.

Seit 1995 ist er als ehrenamtlicher Präsident der Internationalen Gesellschaft zur Förderung junger Bühnenkünstler "BühnenReif" (ISSA) tätig und leitet seit 1999 als bisher jüngster Festspielintendant Deutschlands die Geschicke der Elblandfestspiele, dem Festival der heiteren Muse im Land Brandenburg.

Seine charismatische Persönlichkeit und seine einfühlsame Stimme gestatten es ihm auch große Kontraste künstlerisch erlebbar zu machen. Ein besonderes Steckenpferd ist dabei immer wieder die humoristische Seite seines Berufes. In welcher Rolle auch immer: als wandlungsfähiger Charakterdarsteller oder als Typ eines Buffos "par excellence" ist ihm "Schubladendenken" und die Trennung in U - und E - Kunst fremd.

Mit liebenswertem Charme, Witz und fundiertem Können versteht er sein Publikum stets zu überraschen und mitzureißen. Wie sagte dazu einmal ein Kritiker: "...seine natürliche Heiterkeit macht Spaß und Lust auf mehr...".
Heiko Reissig - ein sympathischer junger Künstler "alter Schule" lädt zu kurzweiliger Unterhaltung ein.

Viel Vergnügen!

 

Künstlerische Ausbildung

1990 - 1997

  • Hochschule für Musik und Theater Leipzig
    Schauspielstudium bei Doz. Herbert Trautsch
    Gesangsstudium bei Doz. Wolfgang Büttner
  • Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin (Diplom/ Diplom-Pädagoge)
    Gesangsstudium bei Prof. Renate Krahmer/Prof. Scot Weir
    Klavier, Dirigieren, Pädagogik, Theatergeschichte, Sprecherziehung, u.a.
  • Hochschule für Musik und Theater München (Diplom)
    Schauspielunterricht bei Marshall Reinolds
    Gesangsstudium bei Prof. Adalbert Kraus/ Prof. Hanno Blaschke
    Opernschule bei Prof. Dr. Peter Kertz/ Sprecherziehung bei Kammerschauspieler Prof. Manfred Ball
    Regie bei Prof. August Everding/ Bayerische Theaterakademie
 

Meisterkurse (Auswahl)

1986 - 2010

  • 1986  ●  Sommerkurs Moderner Tanz - Palucca-Schule Dresden/ Prof. Gret Palucca
  • 1987  ●  Sommerkurs DEFA-Trickfilmstudio Dresden - Trickfilmanimation
  • 1990  ●  Schauspiel/Interpretation bei Prof. Curt Malm/ Prof. Walter Berry - Hochschule für Musik u. Darstellende Künste Wien
  • 1987  ●  Sommerkurs DEFA-Trickfilmstudio Dresden - Trickfilmanimation
  • 1991  ●  Sommerkurs Gesang/ Interpretation bei Prof. Hanne-Lore Kuhse - HfM Weimar
  • 1993  ●  Regiewerkstatt Prof. Ruth Berghaus - Staatstheater Cottbus
  • 1994  ●  Meisterkurs Gesang Prof. Elisabeth Schwarzkopf - HfM Berlin
  • 1995  ●  Regiekurs Prof. Harry Kupfer - Akademie der Künste
  • 1996  ●  Meitsterkurs Prof. Peter Schreier - HfM Berlin
  • 1996  ●  Meisterkurs Gesang Prof. Luisa Bosaballian - HfM München
  • 1999  ●  Gesangskurs Prof. Hans Hotter - HfM Berlin
  • 2002  ●  Schauspielunterricht/ Kameraarbeit bei Maximilian Schell - Internationale Filmschule Köln
  • 2003  ●  privates Gesangsstudium bei Kammersänger Nicolai Gedda (Schweden)
 

Film & Fernsehen

1986 - 2005

1986 "Ich liebe dich - April - April" / Regie: Iris Gusner / DEFA
1989 "Coming out" / Regie: Heiner Carow / DEFA
1995 "Late Night Show" / Regie: diverse / RTL
1996 "Spiegelbild" / Regie: Susanne Voigt / ZDF
1998 "Silvestergala" / Regie: diverse / MDR
1999 "Ultima Thule" / Regie: Holger Mandel / MFP
2000 "Konfetti-Club" / Regie: diverse / ORF
2001 "Streit um drei" / Regie: Michael Hundhammer / ZDF
2001 "Zauber einer Sommernacht" / Regie: Karl-Heinz Boxberger / ORB
2002 "Mondscheinträumereien" / Regie: Karl-Heinz Boxberger / ORB
2003 Gesangskurs Prof. Hans Hotter - HfM Berlin
2002 Carneval der Melodien / RBB / Regie: Karl-Heinz Boxberger
2004 Es leuchten die Sterne / MDR / Regie: Georg Wübboldt
Kleinruppin for ever / Kino / Regie: Karsten Fibeler
2005 Rendezvous der Träume / RBB / Regie: Daniel Berlin
 

Theater & Festspiele

seit 1976

1976 Landestheater Parchim
"Hänsel und Gretel" (Hänsel)
1990-1992 Tourneetheater 66
Shakespeare: "Ein Sommernachtstraum" (Puck)
Wedekind: "Frühlingserwachen" (Moritz Stiefel)
1995 Staatsoper Berlin
Mozart: "Die Zauberflöte" (Regieassistent bei Prof. August Everding)
1997 Theater im Palais Berlin
"Operette sich wer kann" (Regie)
ab 1994 Bühnenengagements als Sänger, Schauspieler und Moderator in verschiedenen Produktionen:
u.a. Städtebundtheater Hof, Theater Görlitz, Theater Gera, Komische Oper Berlin, Neue Szene - Schauspielhaus Halle, Oper Leipzig - Musikalische Komödie, E.T.A. Hoffmann - Theater Bamberg, Theater Altenburg, Oper Chemnitz, Theater Flensburg, Seefestspiele Mörbisch ( Österreich ), Kleines Theater Bonn, Elblandfestspiele, Landesbühnen Rheinland-Pfalz, Komödie Nürnberg
seit 1995 Präsident der Internationalen Gesellschaft zur Förderung junger Bühnenkünstler - BühnenReif e.V. ( ISSA )
seit 1999 Intendant und künstlerischer Leiter der Elblandfestspiele Wittenberge
 

Auszeichnungen

seit 1994

1994 Finalist des Internat. Gesangswettbewerbes "Toti dal Monte" (Italien)
1995-1998 Stipendiat der Yehudi - Menuhin - Förderung (LMN)
1997-1999 Stipendiat der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
2000 BühnenReif - Förderpreis für junge Nachwuchskünstler
2001 Große Ehrenurkunde der Internat. Robert-Stolz-Gesellschaft Wien
2002 Festspielpreis "Die Elbemelodie"